Wahre Zeilen

Weißt du was das ist?
Kennst du das?
Du fragst dich jedes Mal, wo er ist.
Du schaust dich suchend um, ohne zu finden.
Du fragst dich in einer freien Minute, was er wohl gerade macht.
Ob er an dich denkt.
Ob er einsam ist.
Fragst dich, ob es ihn gerade genauso freut, dass ihr euch im Vorbeigehen zugelächelt habt.
Wenn du merkst, dass es ihm schlecht geht, fragst du dich ob du daran Schuld sein könntest.
Ob du ihm vielleicht helfen könntest, mit einer Schulter zum Anlehnen, die jeder einmal braucht.
Liebst.
Träumst von Gemeinsamkeiten,
von der Vorfreude auf einen gemeinsamen Abend oder Nachmittag.
Von dem Lachen, seinem unendlich schönen Lachen.
Denkst an die Blicke, die er dir nichtsahnend zuwirft, und bei denen du jedes Mal anfängst zu Beben.
Innerlich.
Liebst.
Leidest.
Hoffst.
Auf das Erwidern ewiger Gefühle, die du lange nicht deuten konntest.
Suchst nach ihm, er ist nicht da. Kennst seine Kleidung, seinen Gang, seine Hände.
Wenn auch nur aus der Ferne.
Weißt wie er dasteht, wie er zuhört, redet, friert, sich freut, begeistert ist von etwas, und nicht merkt, dass du ihn förmlich aufsaugst, mit aller Kraft und dem Wunsch, ihn zu besitzen und zu seinem Besitz zu werden.
Alles dafür geben.
Kämpfen, mit der Angst ihn zu verlieren.
Weinst.
Gibst auf.
Liebst.
Stehst auf.
Für alle deine Träume.
Und plötzlich ist er da.
Ein neuer Pulli, das gleiche unwiderstehlich lässige Lachen.
Sein suchender Blick, bis er dich findet.
Es wird heller.
Und du weißt, was das ist.

 by Frederike

8.11.06 20:46
 


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